Da standen wir nun im Angesicht des Dämonenfürst persönlich. Uns war klar, dass dieser Kampf der härteste werden würde, den wir je als Gruppe gemeinsam zu bestehen hatten. Doch genau deswegen haben wir die Strapazen auf uns genommen und waren hier herunter gekommen. Kaum hatte Demogorgon seine kleine Ansprache beendet, gingen wir auch schon auf ihn los. Vielleicht lag es an dem Kampf mit Orcus oder an der laufenden Invasion, auf jeden Fall konnten wir im Kampf die Initiative erringen und deckten ihn mit Magie und Pfeilen ein. Der Dämonenprinz sicherte sich wiederrum gleich die Mutter aller Perle und verschlang diese. Und seine zwei Köpfe erlaubten es ihm zudem noch einen Balor herbei zu rufen. Auch der verrottete Leichnam von Vanthus griff in den Kampf ein. Schnell wurde klar, dass Vanthus Leiche als erstes vernichtet werden musste, wenn wir nicht wollten, dass Demogorgon vor unseren Augen die Grausame Flut auslöste.
So konzentrierten wir unsere Angriffe auf Vanthus Leiche und diese fiel schnell unter unseren konzentrierten Angriffen. Doch wieder schien der Körper leblos zu Boden zu gleiten, bevor der tötende Streich ihn auch nur erreichen kann. Als diese Gefahr aus dem Weg geschafft war, wurde der Balor auch schnell gebannt und wir konnten uns auf Demogorgon konzentrieren. Während ich ihn mit meinen Waffen beharkte, schwirrte die Luft vor magischer Energie, die meine drei Kameraden auf Demogorgon abschossen und umgekehrt. Kamalie beschwor einen Solar, eine Art Engel, herbei und das lenkte Demogorgon einige Zeit von uns ab. Dafür musste der Engel unter den Angriffen Demogorgons leiden. Aber es reichte damit ich meine präzisen Schläge anbringen konnte. Innae ging uns zwischendurch verloren und wie ich später erfuhr, wurde sie von Demogorgon bezaubert, sich gegen uns zu wenden. Aber ein kleiner Teil ihrer selbst schien sich dagegen zu wehren und so konnten uns ihre Angriffe nichts anhaben. Asulf erwies sich wieder als schwer zu knackende Nuss, musste sich aber auch in seinen heilenden Kokon zurückziehen. Kamalie konterte währenddessen die Zauber des Dämonen mit ihren klerikalen Kräften und verhinderte sicher schlimmeres. Mitten im Kampf fiel mir dann auch eine Gestalt auf, die von außerhalb des Raumes den Kampf beobachtete. Aber anscheinend hielt sie sich heraus, denn es konnte eine weitere wiederbelebte Leiche erscheinen, bereit sich abermals für Demogorgon zu opfern.
Der Kampf wogte hin und her und ich bekam einiges ab, war ich doch derjenige der sich als beständiges Ärgernis für den Dämon erwies. So schaffte er es auch mich zu töten. Doch Kamalie erbat ein Wunder und der Reisende schickte mich wieder ins Leben. Asulf und Innae versuchten unterdessen Demogorgon weiter mit herbeibeschworenen Kreaturen abzulenken, damit ich mich seinen ungeschützten und empfindlichen Bereichen widmen konnte. Doch egal was wir taten, der Kampf verschlechterte sich immer mehr für uns. So musste ich mich schwer angeschlagen zurückziehen und auch Innae war schwer verletzt. Kamalie war verschwunden und Asulf wurde von Demogorgon in die Ecke gedrängt. In dieser angespannten Situation schaffte es Demogorgon mich zu bezaubern und gleichzeitig meinen Geist zu verwirren. Ich kann mich nicht mehr an alles erinnern, erwachte aber wieder mit klarem Verstand vor Asulf, der mit auffällig femininer Stimme und unbekannten Worten Demogorgon anscheinend so verzauberte, dass sich dieser nicht mehr bewegen konnte. Hier witterten wir unsere Chance und so wurde Demogorgon nochmal mit allem beharkt was wir hatten, auch wenn es nicht viel war. Doch schlussendlich sollten es meine Waffe sein, die den geschwächten Dämonenprinzen bezwangen. Der brennenden Hass auf Demogorgon, die Wut über all das Unrecht das passierte, verlieh meinen Angriffen die nötige Stärke und ich zwang den riesigen Dämonen erst auf die Knie, um ihn dann mit einem gezielten und schnörkellosen Hieb die Köpfe von den Schultern zu trennen.
Mit einem naturgewaltigen Schrei löste sich Demogorgon vor unseren Augen auf. Während wir noch schwer atmend da standen und unseren Sieg gar nicht realisierten, trat Iggwilv aus dem Gang in den Raum und steckte Demogorgon in die Flasche, die wir ihr erst vor einigen wenigen Stunden gegeben hatten. Sie gratulierte uns zu unserem Sieg und verabschiedete sich mit der Hoffnung, nichts mehr von uns zu sehen oder zu hören. Damit blieben die Mutter aller Perlen und die Krone von Demogorgon übrig. Doch ersteres musste erstmal warten, denn plötzlich merkten wir, wie sich mächtige Entitäten um die Krone stritten. Uns blieb keine Zeit sich zu beraten, doch lehnte ich die Krone ab, wollte sie aber auch keinem der unberechenbaren Dämonen zugestehen. So griff Kamalie als erstes nach der Krone, auch wenn Asulf das gar nicht gefiel. Dieser schien aber in einem stillen Zwiegespräch mit Malcanthet seine Gönnerin vor den Kopf gestoßen zu haben, denn plötzlich zuckte er vor Schmerz zusammen und das Symbol auf seiner Stirn verwandelte sich in ein Brandmal. Doch niemand von uns kam in die zweifelhafte Ehre die Krone an sich zu nehmen und so ging die Krone an Orcus. Nicht die vorteilhafteste Situation, aber auch keine an der wir etwas ändern konnten. Vorallem in unserem geschwächten Zustand. So zogen wir uns so schnell wie möglich nach Fernküste zurück, wo wir auch freudig empfangen wurden. Keiner der Siedler in Fernküste wusste jedoch was wir in den Tiefen Khybers erlebt hatten und ich für meinen Teil belies es auch dabei. Die Bewohner hatten in letzter Zeit genug mitgemacht.
Doch nicht nur unser Abenteuer fand damit ein Ende, auch unsere Gruppe verstreute sich. Mit großer Trauer und auch Wut empfand ich den Verrat Kamalies, als diese heimlich Vanthus wiederbelebte und nach Khovaire brachte. Damals brach ich die Freundschaft mit Kamalie, da ich mich verraten fühlte. Aber mittlerweile weiß ich, dass es nicht ihre Schuld war. Ich vermute, dass sie immer noch von ihrem rapiden Gesinnungswechsel und den Ereignissen der letzten Wochen verwirrt war und Vanthus, der Wurm, sie dadurch manipulieren konnte. Und wieder war es Vanthus, der der Gruppe geschadet hatte.
Asulf kehrte ins Eldeenreich zurück und verbrachte dort einige Zeit bei seinem Volk, den Wandlern, und vereinigte die verschiedenen Stämme. Zuvor suchte er nach Vanthus und brachte diesen zu den Druiden, wo er erneut den Respekt vor dem Leben lernen sollte. Danach begab auch er sich auf Reisen durch die Welt.
Innae blieb auf der Insel der Schrecken und belebte Krom wieder. Später traf sie auf der Insel auf Iggwilv, die Thanaclan wieder aufbaute. Sie widmete sich weiter dem Studium der Drachen und besucht mich ab und zu um über alte Zeiten zu reden.
Kamalie verschwand nach der Wiederbelebung von Vanthus und zog durch die Welt, wo sie immer mal wieder gesehen wurde.
Ich kehrte nach Khovaire zurück und hielt mein Versprechen und übergab den Schädel von Lavinias Onkel Kallum an die Silberne Flamme, wo er dem heiligen Feuer in der Kathedrale übergeben wurde, da seine Seele leider nicht mehr zu retten war. Letztendlich kehrte ich nach Sharn zurück und berichtete meinen Vorgesetzten von dem Erlebten. Seitdem bereite ich Khovaire auf die Gefahren, die ich erlebt hatte, vor und habe mir vorgenommen zu meinen Lebzeiten alles in meiner Macht stehende zu tun um Khovaire vor der Gefahr durch die Dämonen und Riedraner zu schützen.

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