Vor den Toren der Stadt Tyr liegen im Osten zahlreiche Anwesen und Gehöfte von hochrangigen Templarn und Adligen des Stadtstaates. Sie unterscheiden sich in Größe und Baustil erheblich voneinander. Während die Güter in der Nähe der Stadttore eher Paläste und Villen sind, gleichen die weiter von den schützenden Mauern der Stadt entfernten Anwesen eher Festungen oder Kastellen. Die Anzahl der Bewohner dieser ANwesen beginnt bei einem knappen Dutzend Angestellten mit ihrem Herrn in den Jagdhütten an den Ausläufern des Gebirges im Westen und Nordwesten. Sie endet bei den über 1.000 Einwohner zählenden, letzten Vasallenstädten, die als befestigte Vorposten der Stadt ein Auge auf die Wüste und ihre Bewohner haben sollen. Sie sind weitgehend autonom und in den allermeisten Fällen ist die Entscheidung des jeweiligen Adligen in ihren Mauern Gesetz.
Im Nordosten Tyrs liegen an der Grenze zwischen den trockenen Graslanden und der beginnenden Geröllwüste verschiedene mittelgroße Anwesen. Sie haben jeweils ihre eigene Wasserversorgung, Vieh und Felder, so dass sie weitgehend autonom existieren können. SIe befinden sich aber noch zu deutlich im Einzugsbereich der Stadt, als dass sich eine eigene Politik entwickeln könnte.
Eines dieser Anwesen ist das Gut des Adligen Kyris von Borok. Bis auf wenige kurze Aufenthalte in seinem Stadthaus lebt der Witwer und Vater zweier Töchter das ganze Jahr über in seinem befestigten Kastell. Mit der Politik des Stadtstaates, dem König und seinen Templarn hat Kyris sehr wenig zu tun- Alljährlich vollzieht er das obligatorische Ritual der Anpreisung in Tyr und tritt sonst nicht viel in Erscheinung.
