Jandra "Sturmkind" Havallasdottir
Sagenumwobene Hetfrau der Sturmvögel
Description
Die Hetfrau der Sturmvögel ist ebenso groß gewachsen wie die meisten Thorwaler, wirkt aber aufgrund ihrer eher drahtigen Statur dennoch schmächtiger. Ihre lange, rotblonde Mähne umweht ihr von Wind und Wetter gegerbtes Gesicht. Jandra hat für eine Thorwalerin ein eher ruhiges Naturell, sie spricht nicht sehr laut, aber mit Nachdruck.
Erst wenn ihre Otta auf die See hinausfährt und ihr, am Steuer stehend, der Beleman durchs Haar fährt, blüht sie richtig auf. Dann trotzt die tapfere Hetfrau Donner und Blitz, während sie die “Seetiger” sicher über die Wellenberge lenkt. Aber auch an Land weiß Jandra ihre Frau zu stehen und ihre wohlgewählten Worte sowie ihr Mut ernten ihr die Verehrung und den Respekt ihrer Ottajasko.
Bio
- Jandra lebte um 960 BF im thorwalschen Dorf Auriler. Dort war sie die Hetfrau der Sturmvögel. Auf vielen Kaper- und Entdeckungsfahrten lenkte sie die Geschicke und das Langboot ihrer Ottajasko.
- Eines Tages geriet sie in einen Streit mit dem Hetman Airik Sirbasson und tötete ihn im ehrenhaften Zweikampf. Obwohl es keine Zeugen für Streit und Duell gab, zeigte Jandra die Tat an. Damit galt sie nach thorwalschem Recht als frei, bis man sich auf dem nächsten Hjalding damit beschäftigen konnte. Jandra rechnete schlimmstenfalls damit, ein Thurgold, eine Geldstrafe zur Wiedergutmachung, an Airiks Familie bezahlen zu müssen.
- Nach ihrer letzten Ausfahrt mit den Sturmvögeln kehrte Jandra nach Auriler zurück und wurde vors Hjalding gestellt. Der Sohn Airiks, Runolf, hatte ihr Rache geschworen und finstere Pläne geschmiedet. Er beschuldigte die Hetfrau eines schwerwiegenden Verbrechens, nämlich des Giftmordes an seinem Vater. Der Heilari und Hranngar-Jünger Harder Walkirsson unterstützte die Aussage Runolfs. Das Hjalding entschied, dass Jandra auf zehn Jahre zur Friedlosigkeit verurteilt werden sollte und dass sie ihre Ottaskin und Otta Runolf als Entschädigung überlassen sollte. Als Jandra das Urteil nicht anerkannte wurde die schwerste Strafe über sie verhängt: der Skoggang, Verbannung auf Lebenszeit und die Tilgung ihres Namens aus allen Annalen und Sagas. Noch am selben Tag brannte Jandra ihre Ottaskin nieder und mit den Treuesten ihrer Ottajasko verließ sie auf der “Seetiger” die Gestade Thorwals.
- Fortan zogen die Sturmvögel ruhelos umher, vollbrachten einige Heldentaten und suchten nach einer Spur, die sie zu dem verräterischen Heilari führen würde. Sie stellten Harder schließlich im Blodsdal, als dieser bereits ein finsteres Ritual seiner Herrin vollführte. Gemeinsam mit der Firnelfe Fennlorien sperrten sie den Hranngarjünger in ein eisiges Grab, den selbst Jandras Schwert konnte ihn nicht bezwingen, zu groß war bereits seine Macht. Beim Kampf gegen Harder und seine Schergen ließ ein Großteil der Sturmvögel sein Leben und Jandra begrub sie als Mahnwache über dem Gefängnis Harders.
- Später kam Jandra mit den letzten Getreuen in den Haerad der Yakkach im Gjalskerland. Dort stand sie den Gjalskern im Kampf gegen die finsteren Frunus und einen Riesen bei. Jandra besiegte den Riesen, doch dieser trieb ihr seine beinerne Klinge in den Leib. Nachdem der Haerad gerettet war, kümmerte sich der Brenoch-Dûn der Yakkach um Jandra, doch sie lag bereits im Sterben. In ihren letzten Tagen webte sie mit ihrem Blut und geritzten Symbolen einen Segen in die Klinge, die fortan Sturmspalter geheißen war. Sie sollte einst den verhassten Harder endgültig auslöschen. Nach getaner Arbeit verstarb Jandra und wurde von den Gjalskern mumifiziert. Ihr Geist schlummerte immer noch in ihrem Körper und die Gjalsker brachten sie auf einen Ehrenplatz in ihre Yalding-Hütte. Sie nahmen Jandra in ihren Haerad auf und nannten sie fortan Mordurra crena Tharbul, ehrvolle Kriegerin, Kind des Sturms.
- Nach dem Kampf gegen die Frunus war von Jandras Ottajasko nur noch Garda, Jandras Cousine, am Leben. Sie blieb bei den Gjalskern und der Beziehung mit einem Gjalskerkrieger entsprang ihr Kind Angrimma. Als das Kind entwöhnt war, starb Garda an einem Fieber.
- Im Winter 1007 BF konnten die Helden durch die Macht des Geisterskalden Thures die Jandra-Saga selbst miterleben. Nachdem sie aus der Sagawelt traten, machten sie sich auf die Ehre der Sturmvögel wiederherzustellen. Ihre Spur führte sie schließlich in den Haerad der Yakkach, wo es ihnen mit dem Schamanen Largûn gelang Jandras Geist in den Körper ihrer Nachfahrin Angrimma zu übertragen. Zudem erweckten sie die Klinge Sturmspalter und gemeinsam mit den herbeigerufenen Geistern der Sturmvögel besiegten sie Harder ein für alle Mal. Daraufhin fanden die Sturmvögel endlich Ruhe und Jandras Name war wiederhergestellt. Der Skoggang wurde aufgehoben und die Jandra-Saga fand in ganz Thorwal Verbreitung. Angrimma wurde neue Hetfrau der Sturmvögel und baute die Ottaskin in Auriler wieder auf.
